Fritz Zschiesche

alias I. Neuberger, F. Oswald und Gustave

Die Gemälde des am 25.09.1926 in Halle an der Saale geborenen Künstlers Fritz Oswald Zschiesche

spiegeln meist romantische Landschaften wieder, in denen auch immer Menschen und Tiere eine Rolle spielen

und den Betrachter in eine Stimmung der Behaglichkeit und Freude versetzen.

 

Betrachtet man sie eine Weile erkennt man kleine Geschichten darin, wie z.B. der Plausch von zufällig sich begegnenden

Spaziergängern im Wald in der Nähe der Wartburg oder den mit seinem Hund heimkehrenden Förster im Gebirge.

Ob stimmungsvolle Winterpracht mit spielenden Kindern, farbenfrohe Frühlingsszenen oder zeitlose Herbstimpressionen,

in all seinen Werken steckt die Liebe zum Detail und zur Malerei. Bilder von Heidelandschaften, dem Mittelgebirge,

Rheinlandschaften oder den Alpen zeigen seine Detailtreue und Kunst als Maler.

 

Er absolvierte Studien bei den Kunstmalern Fischer-Lamberg und Schmidt-Calm in Halle, besuchte von 1951 bis 1955 die

Werkkunstschule in Düsseldorf, arbeitete gleichzeitig für die Firma Henkel als Reklamemaler und bemalte Wände,

Züge sowie LKWs mit großflächiger Reklame.

 

Seine eigenen Gemälde jedoch fanden so großen Anklang, dass er sich seit 1961 als freischaffender Künstler selbständig machte

und damit sein Hobby zum Beruf. In den Anfangsjahren signierte er seine Werke mit seinem eigenen Namen F. Zschiesche.

 

Zahlreiche Studienreisen führten Ihn ins In- und Ausland und da viele Großhändler, Galerien und Abnehmer in den USA

sich für seine Werke interessierten, der Name Zschiesche von den amerikanischen Kunden allerdings nur schwer auszusprechen war,

signierte er fortan die Gemälde mit seinem Pseudonym I. Neubergerund arbeitete diese auch noch detaillierter aus als zuvor.

Zwei weitere Pseudonyme kamen hinzu, als die Nachfrage nach mediterranen Landschaften und Motiven aufkam,

er neue Malstile entwickelte und weitere Gemälde unter F. Oswald und Gustave verkaufte.

 

Natürlich hatten es ihm auch die romantischen Rheinlandschaften rund um seine Heimatstadt Lahnstein angetan in der

er fast ein halbes Jahrhundert lebte. So hielt er einige markante Sehenswürdigkeiten fest wie z.B. das Schloss Martinsburg,

die Burg Lahneck oder auch das Kloster auf dem Allerheiligenberg.

 

Manchmal kopierte er auch alte Stiche, an denen er Gefallen fand und verwandelte diese in farbenprächtige Ölgemälde.

Hinzu kamen ebenso einige Reproduktionen etwa von Carl Spitzweg, dessen Werke er sehr mochte.

Seine Bilder sind stets geprägt von der Liebe fürs Detail und so sind selbst bei kleinsten Figuren noch Details erkennbar.

 

Am 10.01.2012 verstarb F. Zschiesche.